Ortsgruppe Goslar

Politisches Grünkohlessen 2018

Die IG BCE Ortsgruppe Goslar lud zum 14. Politischen Grünkohlessen ein. Etwa 200 Mitglieder und auch zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Vereinen folgten der Einladung und trafen sich am 03. Februar im Lindenhof Goslar.

Sebastian Sowa

Teilnehmer des Grünkohlessens Ein gut gefüllter Saal beim 14. politischen Grünkohlessen der Ortsgruppe Goslar
27.03.2018
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Das diesjährige politische Grünkohlessen wurde traditionell von Kai Rückbrodt, dem Vorsitzenden der IG BCE Ortsgruppe Goslar eröffnet. Seine einleitenden Worte zur noch andauernden Regierungsbildung, dem Imageverlust der Industrie, vor allem unter dem Motto – „Ja, aber nicht vor meiner Tür“ waren ein guter Auftakt.

Die Grußworte von Bezirksleiter Jörg Liebermann verwiesen auch auf nahende Veränderungen in der Industrie hier in der Region: Der 1. Teilverkauf bei H.C. Starck hat stattgefunden. Wünschenswert wäre, wenn das Unternehmen, an dem viele Arbeitsplätze hängen, als Ganzes verkauft und ein strategischer Investor gefunden werde, so Liebermann.

Nachdem auch Horst Brennecke, stellvertretender Landrat, sein Grußwort überbrachte, hielt Andreas Sikorski in seiner Funktion als Präsident des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie die Festrede. Gerne hätte er den Zuhörern ein Gastgeschenk in Form einer guten Nachricht zum Thema „Wiederbelebung Grube Hilfe Gottes“ mitgebracht - leider ist es ihm nicht vergönnt gewesen. Aufgrund von dubiosen Machenschaften des kanadischen Investors musste die Aufsuchungserlaubnis für die Suche nach Kupfer, Zink, Blei und Silber zwischen Bad Grund und Clausthal-Zellerfeld widerrufen werden. Dennoch sieht Sikorski es positiv: Trotz zerstörter Hoffnung ist bisher kein allzu großer Schaden entstanden, man hat aus diesem Kapitel gelernt und die Wertvollen Erze liegen ja weiterhin im Harz.

Auch andere Kapitel neigen sich dem Ende entgegen. Das letzte Kalibergwerk Niedersachsens beendet 2018 vorzeitig die Produktion, die Steinkohleförderung in Deutschland wird eingestellt, die Braunkohleproduktion wird heruntergefahren. Ein Umschwung – Fracking welches seit Jahrzehnten betrieben wird gilt nun als Hochrisikotechnologie, Windräder sind umstritten und der Trassenausbau sorgt ebenfalls für Diskussion.

Die Frage “Was wollen wir in Deutschland?“ müsse beantwortet werden indem die Politik Vorgaben macht und Klarheit schafft und Ämter wie das LBEG diese Industrie überwachen. Natürlich mit Blick auf die Sorgen der Bevölkerung.

Bei leckerem Grünkohl und einem Schnaps und vielen netten Gesprächen endete die Veranstaltung.

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